Architectural, construction, engineering and inspection services (Германия - Тендер #38649476) | ||
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Страна: Германия (другие тендеры и закупки Германия) Организатор тендера: Deutsche Bundesbank, Zentralbereich Beschaffungen Номер конкурса: 38649476 Дата публикации: 17-02-2023 Источник тендера: Единая система закупок Европейского союза TED |
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Erneuerung Kälteerzeugung Filiale Nürnberg, Objektplanung Gebäude, LPH 3 und 5-8 HOAI
Reference number: 22/0009724Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens gem. § 17 VgV mit Teilnahmewettbewerb sollen Planungsleistungen und Bauüberwachung der Objektplanung Gebäude im Rahmen der Maßnahme "Projekt 34.0567 Erneuerung Kälteerzeugung" im Dienstgebäude der Deutschen Bundesbank Filiale Nürnberg, Bahnhofstr. 7, 90402 Nürnberg, vergeben werden. Die Deutsche Bundesbank beabsichtigt die Vergabe der Leistungsphasen 3 sowie 5 bis 8 HOAI. Hierbei behält sie sich die stufenweise Vergabe vor, abhängig von der weiteren Genehmigung der Realisierung des Projekts. Mit Vertragsabschluss ist die Vergabe der Leistungsphase 3 vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht.
Deutsche Bundesbank, Filiale Nürnberg Bahnhofstr. 7 90402 Nürnberg
Das Dienstgebäude der Bundesbankfiliale Nürnberg befindet sich im Stadtzentrum von Nürnberg. Der Gebäudekomplex besteht aus vier Gebäudetrakten, deren Ursprung aus den Reichsbankgebäuden hervorgeht. Der grundlegende Um- und Erweiterungsbau aus dem Jahr 1966 wird bis heute mit baulichen und technischen Maßnahmen modernisiert. Der Südtrakt, in dem die Erneuerung der Kälteerzeugung geplant ist, liegt an der Bahnhofstraße und erstreckt sich auf fünf Obergeschosse, das Erdgeschoss und zwei Untergeschosse.
Das Projekt "34.0567 Erneuerung der Kälteerzeugung" umfasst die Herstellung einer zentralen Kälteversorgung für das Dienstgebäude der Filiale Nürnberg einschließlich der Demontage der alten Kälteversorgung mit Kühlturm und Kältemaschine. Die beiden neu aufzustellenden Kältemaschinen mit Rückkühlern werden in die bestehende Gebäudeautomation integriert. Der Auftragnehmer Objektplanung Gebäude übernimmt dabei die Koordinierung der beteiligten Ingenieurbüros. Die zuständigen Behörden sind hinsichtlich erforderlicher Genehmigungen zu beteiligen. Statische und schallschutztechnische Anforderungen sind zu beachten und umzusetzen.
Im Rahmen der Objektplanung Gebäude sind u.a. folgende Maßnahmen vorgesehen:
- Prüfen der Eignung bestehender Maschinenfundamente, ggf. Abbruch und Neuerstellung
- Herstellung neuer Bauteilöffnungen (u.a. für neue Türen) sowie einer Einbringöffnung für die neuen Kältemaschinen
- Öffnen und Schließen von Dachflächen und Fassadenelementen
- Herstellen von Stahlunterkonstruktionen sowie Schallschutzkonstruktionen
- Maler-/Lackier-, Bodenbelag-, Estrich- und Gerüstarbeiten.
Die Bauausführung soll abschnittsweise bei laufendem Dienstbetrieb erfolgen. Notwendige Interimslösungen sind zu planen. Auf Grund der Erfordernisse des Dienstbetriebes der Deutschen Bundesbank wird auch eine Bauausführung außerhalb der normalen Dienstzeiten, in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und Feiertagen notwendig werden. Die Aspekte des nachhaltigen Bauens sind zu beachten.
Für das Dienstgebäude der Bundesbankfiliale Nürnberg gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen. Der Auftraggeber behält sich vor, externe Büros einer Zuverlässigkeitsüberprüfung zu unterziehen.
Die geschätzten Baukosten für das Projekt "Erneuerung der Kälteerzeugung" im Dienstgebäude der Filiale Nürnberg betragen rd. 1,65 Mio EUR netto.
Die für den Vertrag Objektplanung Gebäude relevante Honorarbasis lautet:
KG 300: 742.600 EUR netto anrechenbare Kosten
KG 400: 945.300 EUR netto anrechenbare Kosten
Honorarzone Objektplanung Gebäude: Honorarzone III Mittelhonorarsatz
Die Zuordnung zu der Honorarzone erfolgte gemäß HOAI und wird nicht dem Wettbewerb unterstellt.
Da eine fundierte Aussage zu den Kosten der mitzuverarbeitenden Bausubstanz erst zu einem späteren Zeitpunkt der Planung möglich ist, wird hierfür in der Leistungsphase 3 zunächst ein Zuschlag von pauschal 10 % auf die anrechenbaren Kosten berücksichtigt. Dieser Zuschlag ist in den angegebenen anrechenbaren Kosten bereits enthalten. Die genaue Ermittlung der Kosten für die mitzuverarbeitende Bausubstanz erfolgt in der Leistungsphase 3.
Soweit die Mindeststandards (Mindestkriterien) erfüllt sind, ist die Rangfolge der erreichten Punkte (Bewertungskriterien) für die Auswahl maßgebend (§ 51 VgV).
1. Nettohonorar in EUR p.a., welches vom Bewerber mit vergleichbaren Referenzprojekten in den letzten 3 Jahren erzielt wurde - (Gewichtung: 10)
2. Persönliche und vergleichbare Referenzprojekte der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters aus den letzten 5 Jahren, Ergebnis der Abfrage benannter Ansprechpartner dieser Projekte - (Gewichtung: 40)
3. Vergleichbare Referenzprojekte des Bewerbers insgesamt aus den letzten 5 Jahren - (Gewichtung: 30)
4. Vergleichbare Referenzprojekte des Bewerbers mit öffentlichen Auftraggebern aus den letzten 5 Jahren - (Gewichtung: 20)
Die einzelnen Kriterien werden mit einer Bewertung zwischen 1 und 5 Punkten versehen und gewichtet. Die Punkte ergeben sich aus der Multiplikation von Gewichtung und Bewertung. Die maximale Punktzahl beträgt 500. Bei Punktegleichstand mehrerer Bewerber entscheidet das Los.
Die Vergabestelle ist bestrebt, den Wettbewerb zu stärken und behält sich daher vor, den Teilnahmewettbewerb bei Unterschreitung einer Mindestzahl von drei geeigneten Bewerbern einzustellen.
Es ist eine stufenweise Beauftragung der Leistungen vorgesehen.
Alle für das Verhandlungsverfahren gemäß § 17 Abs. 4 VgV ausgewählten Teilnehmer erhalten eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes mit allen erforderlichen Unterlagen für die Angebotserstellung.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die unter Ziffer III.1.1) geforderten Erklärungen und Nachweise von jedem einzelnen Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Sämtliche unter Ziffer III.1.1) geforderten Erklärungen und Nachweise sind Mindestbedingungen der Eignung.
1.) Nachweis der Berechtigung der Berufsbezeichnung "Architekt" oder "Beratender Ingenieur / Ingenieur" gemäß § 75 Abs. 1 bzw. Abs. 2 VgV
2.) Eigenerklärung über die Eintragung im Berufsregister mit Angabe der Registernummer, ggf. Kopie der Eintragung beifügen (in der Bundesrepublik Deutschland Handelsregister bzw. Handwerksrolle, bei ausländischen Bewerbern Unterlagen gemäß § 44 VgV)
3.) Eigenerklärung zu Eintragungen im Gewerbezentralregister über den Bewerber (bei ausländischen Bewerbern Unterlagen gemäß Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU
ODER
falls vorhanden Auszug aus dem Gewerbezentralregister (GZRA) - ggf. auch Kopie - nach § 150 Abs. 1 Gewerbeordnung über den Bewerber - nicht älter als 3 Monate, gerechnet ab dem Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge
4.) Eigenerklärung zur Eignung des Bewerbers, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen oder Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB erfolgt sind (Vordruck "Ergänzende Eigenerklärung zur Eignung" als Anlage B2 zur Aufforderung zum Teilnahmewettbewerb enthalten.)
5.) Eigenerklärung in Bezug auf Artikel 5 k) Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 i. d. Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 08.04.2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren.
Der Auftraggeber behält sich vor, zur ergänzenden Aufklärung über die Eignung des Bewerbers/der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft und zur Bestätigung von Eigenerklärungen weitere Unterlagen zu fordern. Hierzu zählt auch die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister (§ 150 GewO).
1.) Eigenerklärung über das Nettohonorar des Bewerbers (bzw. in Summe bei einer Bewerbergemeinschaft), welches mit vergleichbaren Referenzprojekten in den letzten 3 Jahren (2019, 2020, 2021) erzielt wurde in EUR (netto)
Definition der Vergleichbarkeit:
Für die Objektplanung Gebäude:
- Planungsleistungen der Leistungsphasen 3 und 5
- Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphasen 6 und 7)
- Bauüberwachung (Leistungsphase 8)
- Realisierung von Bauprojekten in Verwaltungsgebäuden
- Realisierung von Bauprojekten in Gebäuden mit Sicherheitsanforderungen
- Nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen im Bestand und bei laufendem Betrieb
- Realisierung von Bauprojekten im Auftrag von öffentlichen Auftraggebern
Im Falle einer Bewerbergemeinschaft sind die Erklärungen und Nachweise für die Gemeinschaft als Ganzes abzugeben.
2.) Eigenerklärung über das Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung i. H. v. mind. 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 1 Mio. EUR für sonstige Schäden je Schadensereignis. Die Maximierung der Ersatzleistungen muss mindestens das 2-fache der vorgenannten Deckungssummen je Versicherungsjahr betragen. Dem gleichgesetzt ist eine Bestätigung des Versicherers, dass im Auftragsfall die Deckungssummen ohne Bedingungen auf die geforderten Summen erhöht werden. (Hinweis: Die geforderten Schadensarten und Schadenssummen müssen explizit ausgewiesen sein.)
Im Falle einer Bewerbergemeinschaft sind die Bescheinigungen von jedem einzelnen Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
Der Auftraggeber behält sich vor, zur ergänzenden Aufklärung über die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bewerbers und zur Bestätigung von Eigenerklärungen weitere Unterlagen zu fordern oder Informationen (z. B. Creditreform-Auskunft) einzuholen.
1.) Eigenerklärung: Darstellung von mind. 2 persönlichen und vergleichbaren Referenzprojekten aus den letzten 5 Jahren der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters unter Angabe von
- Name der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters
- der Qualifikation (Ausbildungsabschluss) der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters
- beruflicher Lebenslauf
- Bauvorhaben, Bausumme, Leistungsphasen, sowie
- Angabe des Auftraggebers und eines Ansprechpartners / Telefonnummer / E-Mail
Der AG bewertet qualitativ die Referenzen der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters, die mit dem vorliegenden Projekt vergleichbar sind. Die Vergleichbarkeit orientiert sich an den technischen Anforderungen aus der Aufgabenbeschreibung (Definition Vergleichbarkeit unter III.1.2).
Ausgewählt und überprüft werden 2 Referenzen der vorgesehenen Projektleiterin / des vorgesehenen Projektleiters. Sollten mehr als 2 Referenzen vorliegen, werden die benannten Referenzprojekte mit der höchsten Vergleichbarkeit ausgewählt.
Im Falle einer Bewerbergemeinschaft können Referenzprojekte von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft eingereicht werden. Die Referenzprojekte müssen den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft eindeutig zuzuordnen sein.
2.) Eigenerklärung: Darstellung von mind. 2 vergleichbaren Referenzprojekten aus den letzten 5 Jahren des Bewerbers (Büro) insgesamt unter Angabe von
- Bauvorhaben, Bausumme, Leistungsphasen,
- Angabe des Auftraggebers und eines Ansprechpartners.
Der AG bewertet qualitativ die Referenzen des Bewerbers, die mit dem vorliegenden Projekt vergleichbar sind. Die Vergleichbarkeit orientiert sich an den technischen Anforderungen aus der Aufgabenbeschreibung (Definition Vergleichbarkeit unter III.1.2).
Ausgewählt und überprüft werden 2 Referenzen des Bewerbers. Sollten mehr als 2 Referenzen vorliegen, werden die benannten Referenzprojekte mit der höchsten Vergleichbarkeit ausgewählt.
3.) Eigenerklärung: Darstellung von mind. 2 vergleichbaren Referenzprojekten aus den letzten 5 Jahren des Bewerbers (Büro) mit öffentlichen Auftraggebern unter Angabe von
- Bauvorhaben, Bausumme, Leistungsphasen,
- Angabe des öffentlichen Auftraggebers und eines Ansprechpartners.
Der AG bewertet qualitativ die Referenzen des Bewerbers mit öffentlichen Auftraggebern, die mit dem vorliegenden Projekt vergleichbar sind. Die Vergleichbarkeit orientiert sich an den technischen Anforderungen aus der Aufgabenbeschreibung (Definition Vergleichbarkeit unter III.1.2). Ausgewählt und überprüft werden 2 Referenzen des Bewerbers. Sollten mehr als 2 Referenzen vorliegen, werden die benannten Referenzprojekte mit der höchsten Vergleichbarkeit ausgewählt.
4.) Eigenerklärung: Sofern bereits bekannt Angaben zum Einsatz von Unterauftragnehmern. Im Falle des Einsatzes von Unterauftragnehmern ist die Teilleistung anzugeben, welche durch Unterauftragnehmer durchgeführt wird. Die namentliche Benennung der Unterauftragnehmer sowie die Einreichung entsprechender Referenzen kann bereits mit dem Teilnahmeantrag erfolgen.
Der Auftraggeber behält sich vor, zur ergänzenden Aufklärung über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers und zur Bestätigung von Eigenerklärungen weitere Unterlagen zu fordern oder Informationen einzuholen.
Die für die Durchführung des Auftrags verantwortliche Führungskraft muss über die Berufsqualifikation des "Architekten" oder "Beratenden Ingenieurs" oder "Ingenieurs" verfügen. Zugelassen wird, wer nach dem für die öffentliche Auftragsvergabe geltenden Landesrecht berechtigt ist, die entsprechende Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend tätig zu werden (§ 75 Abs. 1 bzw. Abs. 2 VgV).
Der Nachweis hat mit dem Angebot zu erfolgen.
Contract performance conditions:1.) Allgemeine Vertragsbestimmungen (AVB) der Deutschen Bundesbank zu den Verträgen für freiberuflich Tätige; Honorarvereinbarung basierend auf der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) in der Fassung 2021, in Kraft seit 01.01.2021. Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen.
2.) Bestehen einer Betriebshaftpflichtversicherung mit einem Versicherungsschutz wie in Ziff. III.1.2.) aufgeführt.
3.) Gesamtschuldnerische Haftung der an der Bietergemeinschaft Beteiligten. Ein Mitglied der Bietergemeinschaft ist als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrags zu benennen.
4.) Verfahrens- und Vertragssprache ist deutsch.
Alle für das Verhandlungsverfahren gemäß § 17 Abs. 4 VgV ausgewählten Teilnehmer erhalten eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes mit allen erforderlichen Unterlagen für die Angebotserstellung.
Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig soweit:
1.) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 bleibt unberührt,
2.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4.) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2. § 134 Abs. 1 S. 2 bleibt unberührt.
Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig soweit:
1.) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 bleibt unberührt,
2.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3.) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4.) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2. § 134 Abs. 1 S. 2 bleibt unberührt.
Deutsche Bundesbank, Leiter des Beschaffungszentrums