Architectural, construction, engineering and inspection services (оригинал извещения) (Германия - Тендер #49236102) | ||
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Страна: Германия (другие тендеры и закупки Германия) Организатор тендера: Magistrat der Stadt Groß-Umstadt Номер конкурса: 49236102 Дата публикации: 15-12-2023 Источник тендера: Единая система закупок Европейского союза TED |
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KA Groß-Umstadt - Los 01 – Ingenieurleistungen gemäß §§ 43, 55 HOAI
Neubau einer Flockenfiltration auf der Kläranlage Groß-Umstadt
Groß-Umstadt
Die Stadt Groß-Umstadt betreibt im Ortsteil Richen die zentrale städtische Kläranlage mit einer Nenn-Ausbaugröße von 35.000 Einwohnerwerten (EW).
Zur Abwasserbehandlung verfügt die Kläranlage über eine mechanische sowie eine chemisch-biologische Reinigungsstufe zur Stickstoff- und Phosphorelimination. Die Reinigungsleistung der Kläranlage wurde in den letzten Jahren schrittweise verbessert.
Für die Kläranlage Groß-Umstadt steht auf Basis des hessischen Maßnahmenprogramms 2021 – 2027 zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie eine Verschärfung der Phosphor-Ablaufwerte an. Im aktuellen Änderungsbescheid werden ab dem 31.12.2027 folgende Werte gefordert: Pges,2-h-Mischprobe = 0,45 mg/L, Pges,24-h-Mischprobe = 0,30 mg/L. Diese sehr niedrigen P-Ablaufwerte können auf der Kläranlage Groß-Umstadt betriebssicher nur mit einer nachgeschalteten Flockungsfiltrationsanlage eingehalten werden.
Neben dem Parameter Phosphor wird in Hessen noch die Elimination von Mikroverunreinigungen aktiv diskutiert, die mittel- bis langfristig durch nachgeschaltete Verfahrensstufen zur sog. 4. Reinigungsstufe aus den Kläranlagenabläufen zu entfernen sein werden.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden technische Möglichkeiten für die Umsetzung einer 4. Reinigungsstufe auf der Kläranlage Groß-Umstadt untersucht. In einem ersten Ausbauschritt soll zur weitergehenden Phosphorelimination auf Grundlage dieser Studie eine Flockungsfiltration mit Zwischenhebewerk und Maschinengebäude errichtet werden. Die spätere Ergänzung einer 4. Reinigungsstufe muss konzeptionell und hydraulisch mitberücksichtigt werden.
Die Planungsleistungen werden losweise vergeben.
Gegenstand dieses Loses sind die Planungsleistungen für Ingenieurbauwerke, die Fachplanung Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 1, 2, 3, 6 und 7) sowie in geringen Umfang Planungsleistungen für die Außenanlage sowie Besondere Leistungen. Die Fachplanungsleistungen für die Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 4, 5 und 8) sind nicht Gegenstand dieses Verfahrens, sondern werden in Kürze in einem gesonderten Verfahren ausgeschrieben.
Die Angabe der Vertragslaufzeit von ca. 9 Monaten bezieht sich auf den Abschluss der Leistungsphase 4 (=Leistungsstufe 1 des Vertrages).
Für die Bearbeitung der optional zu beauftragenden Leistungsstufen sind mit deren Beauftragung entsprechende Bearbeitungszeiten zu vereinbaren
Gegenstand des Vertrages sind Planungsleistungen gemäß §§ 39, 43 und 55 HOAI einschließlich Besonderer Leistungen.
Beabsichtigt ist eine stufenweise Beauftragung der Leistungen.
In der Leistungsstufe 1 sollen die Leistungsphasen 1 bis 4 nach HOAI sowie die in diesen Phasen erforderlichen Besonderen Leistungen beauftragt werden.
In der Leistungsstufe 2 beabsichtigt der Auftraggeber für die genehmigte Planung die Vergabe der Leistungsphasen 5 bis 9 nach HOAI sowie der in diesen Phasen erforderlichen Besonderen Leistungen.
Die auf die Leistungsstufe 1 aufbauenden Leistungen sind optional ausgeschrieben.
Auf die Beauftragung der weiteren Leistungen/Stufen besteht kein Rechtsanspruch.
Angaben, die mit dem Angebot vorzulegen sind:
1.) Eigenerklärung des Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124, 142 GWB und nach §§ 19, 21 MiLoG begründet sind.
2.) Eigenerklärung des Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist.
3.) Eigenerklärung des Bieters gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Nichtzugehörigkeit zu den genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen.
4.) Nachweis des Bieters über die Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister bzw. ein den Rechtsvorschriften seines Sitzstaates entsprechender Nachweis (wie Handelsregister, Partnerschaftsregister, Berufskammern der Länder)
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Auf Verlangen der Vergabestelle sind durch den Bieter zum Beleg seiner Eigenerklärungen entsprechende Eignungsnachweise vorzulegen wie Bescheinigung des Finanzamtes (Bescheinigung in Steuersachen bzw. steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung), Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkassen/der Berufsgenossenschaft. Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen.
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Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären.
Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
Angaben, die mit dem Angebot vorzulegen sind:
1.) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers/Bieters und seinen Umsatz für die Dienstleistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, in den letzten drei Geschäftsjahren
2.) Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber/Bieter der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient, und dass die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen
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Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen (z.B. Bilanzen, EÜ-Rechnungen, BWAs), zu verlangen bzw. einzuholen.
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Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären.
Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:Der Bieter hat eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen, deren Deckungssumme
- für Personenschäden mindestens 3.000.000 EUR
- für Sach- und Vermögensschäden mindestens 3.000.000 EUR und
- für Umweltschäden mindestens 3.000.000 EUR
beträgt.
Die vorgenannten Mindestdeckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden müssen mind. zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen.
Es ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen, dass die vorgenannten Versicherungssummen im Auftragsfall zur Verfügung stehen.
Die geforderten Nachweise sind mit dem Angebot einzureichen.
1.) Angabe der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich genannt und unter Nennung derjeweiligen Befähigung zur Berufsausübung
2.) Erläuterung, aus der die Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) hervorgeht
3.) Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber/Bieter unter Umständen an Dritte vergeben will.
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Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen.
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Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären.
Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:I. Mindestanforderung an die Bürogröße:
Projektleitung - Objektplanung Ingenieurbauwerke - Fachplanung Technische Ausrüstung (TA)
Der Bieter muss hinsichtlich
- der Person des Projektleiters und
- des verantwortlichen Objektplaners Ingenieurbau und
- des verwantwortlichen Fachplaners (TA)
über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und in dem jeweiligen Planungsbereich eine einschlägige Berufserfahrung von 8 Jahren nach Abschluss des Studiums nachweisen.
Daneben muss der Bieter jeweils über mind. 1 Vertreter mit mind. gleicher beruflicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung der Vertreter von mind. 5 Jahren nach Abschluss des Studiums nachzuweisen ist.
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Örtliche Bauüberwachung Ingenieurbauwerke - Fachplanung TA:
Der Bieter muss hinsichtlich der Personen der
- örtlichen Bauüberwachung für den Bereich Ingenieurbauwerke sowie
- örtlichen Bauüberwachung für den Bereich TA
über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und in diesen Bereichen eine einschlägige Berufserfahrung von 8 Jahren in der Bauüberwachung nachweisen.
Darüber hinaus muss der Bewerber über mind. 1 Vertreter mit mind. gleicher beruflicher Qualifikation verfügen, wobei eine Berufserfahrung der Vertreter von mind. 5 Jahren nach Abschluss des Studiums nachzuweisen ist.
Die geforderte Eignung muss zum Einreichungstermin für die Angebote vorliegen und ist mit dem Angebot nachzuweisen.
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II) Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers:
Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung und Realisierung von vergleichbaren Maßnahmen aus dem Bereich der Abwasserentsorgung durch die Vorlage von mind. 3 geeigneten Referenzen (jeweils für Ing.-Bauwerke und Verfahrenstechnik) nachzuweisen, die die nachfolgenden Anforderungen an die Vergleichbarkeit erfüllen und im Rahmen derer die Projekte kosten- und termingerecht abgewickelt wurden.
Die Referenzen sind dann mit der Leistung vergleichbar, wenn sie hinsichtlich der Größenordnung (Kosten), der technischen Ausführung und Organisation einen ähnlichen oder höheren Schwierigkeitsgrad ausweisen wie beschriebenen Leistungen haben.
Davon muss mind. 1 Referenz eine 4. Reinigungsstufe beinhalten.
Davon muss mind. 1 Referenz eine Tuchfiltration beinhalten.
Davon muss mind. 1 Referenz eine Sandfiltration beinhalten.
Bei mindestens einem der Referenzprojekte muss eine Förderantrag zur Vorlage beim zuständigen Fördermittelgeber/Umweltministerium vorbereitet worden sein.
Bei den Referenzen müssen mindestens die Planungsleistungen der folgenden Leistungsphasen laufen oder erbracht worden sein:
Bei einer Referenz muss die LP 8 laufen oder nach dem 01.01.2015 abgeschlossen sein.
Bei einer Referenz muss die LP 5 laufen oder nach dem 01.01.2015 abgeschlossen sein.
Bei einer Referenz muss die LP 3 laufen oder nach dem 01.01.2015 abgeschlossen sein.
Des Weiteren ist der Nachweis für mind. 1 Referenzprojekt in 3D-Planung zu führen, Diese Referenz muss nicht zwingend aus dem Bereich der Abwasserentsorgung stammen.
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Für alle Referenzen hat der Bewerber Auskunft darüber zu geben, wie sich die Bauzeit und die Baukosten entwickelt haben (Vergleich Ergebnisse der LP 3, LP 7 und nach Abschluss der LP 8). Abweichungen zwischen den Projektergebnissen und dem Kostenanschlag sowie der geplanten Bauzeit zum Zeitpunkt der Vergabe sind zu begründen. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen.
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Die geforderten Angaben sind mit dem Angebot einzureichen.
Zugelassen ist, wer nach den Ingenieurgesetzen der Länder berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu tragen, oder nach den EG-Richtlinien, insbesondere der Richtlinien für die gegenseitige Anerkennung der Diplome berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur tätig zu werden. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe entsprechende Ingenieure benennen.
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:Der Auftraggeber wendet das Hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) an.
Die Angebotsöffnung findet elektronisch statt.
Angaben über befugte Personen und das Öffnungsverfahren:Bieter und deren Bevollmächtigte sind zur Angebotsöffnung nicht zugelassen.
Bieter und deren Bevollmächtigte sind zur Angebotsöffnung nicht zugelassen.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter bei der vergebenden Stelle gemäß den Fristen des § 160 Abs. 3 GWB zu rügen. Erklärt die vergebende Stelle, dass sie einer Rüge nicht abhelfen will, hat der Bewerber/Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen bei der unter VI. 4.1) genannten Stelle einen Nachprüfungsantrag zu stellen.
Von Bewerbern/Bietern erkannte Verstöße der vergebenden Stelle gegen das geltende Vergaberecht hat der Bieter bei der vergebenden Stelle gemäß den Fristen des § 160 Abs. 3 GWB zu rügen. Erklärt die vergebende Stelle, dass sie einer Rüge nicht abhelfen will, hat der Bewerber/Bieter binnen einer Frist von 15 Tagen bei der unter VI. 4.1) genannten Stelle einen Nachprüfungsantrag zu stellen.
Vergabekammer des Landes Hessen - Regierungspräsidium Darmstadt